Die Höhlen im oberen Bielatal - Wanderung

An der Stelle, wo der Bachlauf der Biela die Straße quert, verlassen wir diese und folgen dem links unter den Felswänden verlaufenden Weg. An einem See gehen wir zu einem sehr markanten und riesigen Felsüberhang hinauf, unter dem sich links das Franzosenloch befindet. Die in Kriegszeiten als Versteck genutzte Schichtfugenhöhle ist fast 10 Meter lang und im vorderen Bereich leicht begehbar. Zum bislang gekommenen Weg zurückgekehrt, geht es weiter unter der hohen Felswand der „Kaiser-Wilhelm-Feste“ (Bielablick) hindurch, bis uns Schilder den Weg nach links in die Große und Kleine Felsengasse weisen. Dann kommen wir zu einem kleinen Aussichtspunkt, von dem die vielleicht schönsten Felsgebilde des Bielatales, die an ihrer Basis sehr schmalen Herkulessäulen, zu bestaunen sind. Weiter geht es durch einen von riesigen Felsblöcken gebildeten Tunnel und hinüber zur nächsten großen Felsengruppe. Schon bald führt der Weg hinab zur Biela, der wir auf dem am Ufer verlaufenden Pfad folgen. Unweit der Ottomühle erreichen wir den breiten Fahrweg, der uns an der Hauptunfallhilfsstelle der Bergwacht vorbei weiter talaufwärts bringt. Bevor der Fahrweg die Biela überquert, biegen wir links in einen Waldweg ein, der uns gut ausgeschildert zum Eisloch und der Schwedenhöhle bringt. Auf dem bis hierher gekommenen Weg laufen wir wieder zurück zur Bergwachthütte, wo etwa 300 Meter weiter links der Wormsbergweg den Hang hinauf führt. Der schon bald von rechts kommende Waldweg wird weitere 300 Meter verfolgt, bis uns die Ausschilderung zur Bennohöhle bringt. Hinter dem Mundloch kommt man zunächst in einen oben offenen Raum, von dem es über steinerne Stufen hinab zum geräumigen Hauptteil der Höhle geht. Der Königliche Unterförster Friedrich Wilhelm Puttrich sowie der Müller der früheren Wormsbergmühle hatten 1824 die Höhle für Wanderer und Touristen zugänglich gemacht. Um Touristen anzulocken, wurden mehrere gefälschte Inschriften angebracht, wie auch die eines Bischofs mit dem Namen Benno, der hier einst gehaust haben soll. Zum Schluss geht es in einem weiten Bogen zum Glasergrund hinab und wir erreichen dann unseren Ausgangspunkt, das Ferienhaus Felswelten.

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